beim GK in der bäuerlichen familie oder im familiären gewerbebetrieb handelt es sich um eine sonderform des GK. am besten ist das mit einem hirschrudel darzustellen. wenn der potentielle jungbauer von der ausbildung oder einer außerlandwirtschaftlichen beschäftigung in den betrieb hereinkommt oder möglicherweise einheiratet, tritt neben dem althirsch ein neuer hirsch im revier auf. das kann zu revier-konflikten oder zu einer geordneten übergabe des reviers führen. mit der übergabe ist wichtig, dass der althirsch die leithirschrolle des junghirsches anerkennt. sonst könnte das ganze unnötig konfliktreich werden.
Sonntag, 28. April 2013
der GK - ein unlösbares problem?
dass mancherorts was ganz schrecklich schief läuft, fällt uns ja des öfteren auf. bei anderen sehen wir das auch viel besser als bei uns selbst. am einfachsten ist natürlich, die schotten dicht zu machen, in eine mitleidsrolle zu schlüpfen, sich selbst als unschuldiges opfer zu deklarieren und alle schuld weit von sich zu weisen. das löst das problem keinesfalls und macht es idr. noch schlimmer. böse zungen reden dann von biologischer lösung. der konflikt endet mit dem biologischen ende einer konfliktpartei oder einer unüberbrückbaren entfernung. das kann allerdings zu einer langwierigen und gesundheitsbeeinträchtigenden lösung werden.
die einfachere lösung ist das "auflösen" des konflikts. dazu gibt es verschiedene strategien.
strategie 1 - der mediator
eine dritte person in form eines mediators ist hilfreich. das muss kein ausgebildeter mediator sein. es sollte sich jedoch um eine von beiden parteien akzeptierte person handeln. und sie sollte gewisse mindestfähigkeiten in kommunikation und konflikt-management beherrschen. die anwesenheit eines dritten führt auch zu einer gewissen zurückhaltung, was persönliche angriffe und untergriffe angeht. der mediator soll den prozess begleiten, sich aber inhaltlich aus der diskussion heraushalten.
strategie 2 - entfernung
mit zunehmender entfernung schwindet tendentiell das konflikt-potential. dazu gehört auch die trennung von verantwortlichkeiten. es gehört allerdings eine gewisse disziplin dazu, sich nicht in fremde aufgabengebiete einzumischen. diese disziplin ist einzumahnen.
strategie 3 - umgangsformen
ein gewisse gegenseitiger respekt soll durch gewisse umgangsformen gezeigt werden. altklugheit oder respektlosigkeit sind kontraproduktiv. erpressung ist ein häufiges problem. "wenn nicht alles nach meiner pfeife tanzt, dann werd ich böse."
strategie 4 - zurückhaltung
zurückhaltung ist eine stärke. sich nicht bei jeder gelegenheit wichtig machen, anderen menschen entwicklungsräume zugestehen und eigene erfahrungen anbieten, nicht aufdrängen.
strategie 5 - fehler
fehler müssen erlaubt sein. es muss auch möglich sein, selbst daraus konsequenzen zu ziehen.
strategie 6 - wahrnehmung und realität
normalerweise sind ja wir die guten und die anderen die bösen. in der praxis hat jeder mensch seine guten und seine bösen seiten. erwin ringel hat das mit dem hellen und dem dunklen zimmer gut beschrieben. wir wollen oft die eine oder andere seite an uns und an anderen nicht sehen. es ist hilfreich, auch das jeweils andere zuzulassen und den blick dafür zu schärfen.
vermutlich gibt es noch viele weitere strategien. werde auch meinen blick dafür schärfen!
die einfachere lösung ist das "auflösen" des konflikts. dazu gibt es verschiedene strategien.
strategie 1 - der mediator
eine dritte person in form eines mediators ist hilfreich. das muss kein ausgebildeter mediator sein. es sollte sich jedoch um eine von beiden parteien akzeptierte person handeln. und sie sollte gewisse mindestfähigkeiten in kommunikation und konflikt-management beherrschen. die anwesenheit eines dritten führt auch zu einer gewissen zurückhaltung, was persönliche angriffe und untergriffe angeht. der mediator soll den prozess begleiten, sich aber inhaltlich aus der diskussion heraushalten.
strategie 2 - entfernung
mit zunehmender entfernung schwindet tendentiell das konflikt-potential. dazu gehört auch die trennung von verantwortlichkeiten. es gehört allerdings eine gewisse disziplin dazu, sich nicht in fremde aufgabengebiete einzumischen. diese disziplin ist einzumahnen.
strategie 3 - umgangsformen
ein gewisse gegenseitiger respekt soll durch gewisse umgangsformen gezeigt werden. altklugheit oder respektlosigkeit sind kontraproduktiv. erpressung ist ein häufiges problem. "wenn nicht alles nach meiner pfeife tanzt, dann werd ich böse."
strategie 4 - zurückhaltung
zurückhaltung ist eine stärke. sich nicht bei jeder gelegenheit wichtig machen, anderen menschen entwicklungsräume zugestehen und eigene erfahrungen anbieten, nicht aufdrängen.
strategie 5 - fehler
fehler müssen erlaubt sein. es muss auch möglich sein, selbst daraus konsequenzen zu ziehen.
strategie 6 - wahrnehmung und realität
normalerweise sind ja wir die guten und die anderen die bösen. in der praxis hat jeder mensch seine guten und seine bösen seiten. erwin ringel hat das mit dem hellen und dem dunklen zimmer gut beschrieben. wir wollen oft die eine oder andere seite an uns und an anderen nicht sehen. es ist hilfreich, auch das jeweils andere zuzulassen und den blick dafür zu schärfen.
vermutlich gibt es noch viele weitere strategien. werde auch meinen blick dafür schärfen!
sozialer hintergrund
im zuge meiner auseinandersetzung mit dem thema GK sind mir die sozialen rahmenbedingungen bewusst geworden. wir finden den GK oft im bäuerlichen umfeld und im gewerbe in familienbetrieben. darüber hinaus sind solche GKs überall zu finden, wo verschiedene generationen aufeinanderstoßen. zb. ein mechaniker-lehrling gerät mit dem mechaniker-meister in konflikt, weil er eine unterschiedlich auffassung von sauberkeit am arbeitsplatz hat.
eine ursache ist beispielsweise, dass sich die werte von menschen ganz normal mit zunehmendem alter ändern. man legt mit 50 oder 80 auf ganz andere dinge wert als mit 30 jahren. verschärfend kommt hinzu, dass sich unsere gesellschaft heute viel rascher ändert als vor 200 oder 300 jahren.
zusätzlich kommen externe einflussfaktoren ins spiel. wie werden wir von religiösen einflüssen geprägt? wie werden wir von politischen strömungen manipuliert? wie beeinflussen medien unsere wahrnehmung?
so weit ein paar gedanken zum tag.
meine auseinandersetzung mit dem gk hat übrigens auch dazu geführt, dass ein seminar zum thema "der generationskonflikt in der bäuerlichen familie" erarbeitet wurde. vor etwa 20 jahren wurden auch veranstaltungen mit dem katholischen bildungswerk KBW und dem ländlichen fortbildungsinstitut LFI NÖ durchgeführt.
eine ursache ist beispielsweise, dass sich die werte von menschen ganz normal mit zunehmendem alter ändern. man legt mit 50 oder 80 auf ganz andere dinge wert als mit 30 jahren. verschärfend kommt hinzu, dass sich unsere gesellschaft heute viel rascher ändert als vor 200 oder 300 jahren.
zusätzlich kommen externe einflussfaktoren ins spiel. wie werden wir von religiösen einflüssen geprägt? wie werden wir von politischen strömungen manipuliert? wie beeinflussen medien unsere wahrnehmung?
so weit ein paar gedanken zum tag.
meine auseinandersetzung mit dem gk hat übrigens auch dazu geführt, dass ein seminar zum thema "der generationskonflikt in der bäuerlichen familie" erarbeitet wurde. vor etwa 20 jahren wurden auch veranstaltungen mit dem katholischen bildungswerk KBW und dem ländlichen fortbildungsinstitut LFI NÖ durchgeführt.
willkommen
herzlich willkommen im blog generationskonflikt.
das thema beobachte ich schon seit mehr als 30 jahren. der generationskonflikt (abgekürzt GK) ist eine sonderform von konflikten. er ist im wesentlichen auf die werteunterschiede zwischen generationen zurückzuführen. diese werteunterschiede sind aber nicht unüberbrückbar.
in der regel setzt konfliktlösung das bedürfnis voraus, den konflikt lösen zu wollen. dann sind nur mehr zwei aufgaben zu erledigen:
1. ich gestehe dem anderen zu, anders sein zu dürfen als ich das will oder erwarte.
2. ich versuche zu verstehen, wie das wertebild des konflit-partners entstanden ist.
wann immer mir neue beobachtungen unterkommen, folgt ein neuer post.
ich wünsche gute unterhaltung
hans kreimel
stratem(a)gmx.net
das thema beobachte ich schon seit mehr als 30 jahren. der generationskonflikt (abgekürzt GK) ist eine sonderform von konflikten. er ist im wesentlichen auf die werteunterschiede zwischen generationen zurückzuführen. diese werteunterschiede sind aber nicht unüberbrückbar.
in der regel setzt konfliktlösung das bedürfnis voraus, den konflikt lösen zu wollen. dann sind nur mehr zwei aufgaben zu erledigen:
1. ich gestehe dem anderen zu, anders sein zu dürfen als ich das will oder erwarte.
2. ich versuche zu verstehen, wie das wertebild des konflit-partners entstanden ist.
wann immer mir neue beobachtungen unterkommen, folgt ein neuer post.
ich wünsche gute unterhaltung
hans kreimel
stratem(a)gmx.net
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